Aussichtsanlage Mönchberg


Aussichtsplatte – 350 m über NN – aus der Zeit der zweiten Rebflurbereinigung in Rotenberg 1973 bis 1976. Gestaltung durch Verein nach Vorschlägen des damaligen Gartenbauamts. Kostenbeitrag des Vereins 30.000 DM


Wenige Höhenmeter unterhalb der Kuppe des dem Württemberg in Richtung Neckartal vorgelagerten Mönchberg wurde im Rahmen einer in den Jahren 1973 bis 1976 durchgeführten Rebflurbereinigung eine Fläche für eine Aussichtsanlage bereitgestellt. Die Herstellung erfolgt durch das damalige Gartenbauamt mit einem namhaften Kostenbeitrag des Verschönerungsvereins.

Erreichbar ist die Aussichtsanlage am besten über die Rotenberg Steige, entweder von Untertürkheim aus bergauf oder von Rotenberg aus abwärts. In beiden Fällen gelangt man an einen markanten Geländesattel zwischen dem Württemberg und dem Mönchberg. Dort treffen mehrere, die Rebflur erschließende Wirtschaftswege auf die Rotenberger Steige. Auch eine historischen Vorbildern nachempfundene steinerne Ruhebank hat dort ihren Standort und erinnert an die mit großem Aufwand und umfangreichen Geländeveränderungen verbundene Flurbereinigung. Erreicht man den Sattel von Untertürkheim her, biegt man, kurz nach einem als Naturdenkmal ausgewiesenen Gipskeuperaufschluss an der Rotenberger Steige, scharf nach rechts ab. Nach kurzem Anstieg kommt man an eine Wegegabelung. Der Weg führt ein Stück steil geradeaus, der andere biegt mit sanfter Steigung nach links ab. Beide Wege treffen sich wieder und bilden zusammen einen Rundweg um die Kuppe des Mönchbergs. Direkt an diesem Weg wurde mit Blickrichtung zum Neckartal die Aussichtsanlage Mönchberg geschaffen.

Der Mönchberg liegt mit 354 m über NN um 57 m tiefer als der benachbarte Württemberg und weist eine kleine Besonderheit auf, nämlich eine mitten durch den Berg und seine Kuppe von Nordwest nach Südost verlaufende Verwerfung, verursacht durch das Absinken von Gesteinschichten. So besteht der zum Neckartal orientierte Teil der Mönchbergkuppe aus Stubensandstein, der dem Neckartal abgewandte Teil aus dem viel älteren Gipskeuper. Die Verwerfung ist allerdings im Gelände nicht zu erkennen.

Der Aussichtsplatz gestattet einen ungehinderten Blick auf die heute vor allem von Industrie und Gewerbe geprägte ehemalige Neckaraue zwischen Hedelfingen und Cannstatt. An einigen Stellen wird auch der bereits vor vielen Jahrzehnten zu einem Schifffahrtskanal umgestellte Fluss sichtbar. Besonders in Erscheinung treten in der weitgehend überbauten Tallandschaft das Kraftwerk Gaisburg, der Gaskessel, die das Tal zu einem großen Teil überspannende B 14-Brücke, das Mercedes-Benz-Museum und das Gottlieb-Daimler-Stadion. Blickbeziehungen gibt es aber auch zur von Gärten und Obstwiesen geprägten Wangener Höhe, zum Fernsehturm, zum Fernmeldeturm, zu Stuttgart-Ost mit der Uhlandshöhe, zu Teilen der Halbhöhenlagen in Stuttgart-West und Stuttgart-Nord und zu dem Aussichtsturm des Verschönerungsvereins auf dem Killesberg. Weiter sind Pragsattel, Burgholzhof, das Kraftwerk Münster und das Wohngebiet Freiberg zu sehen.

Ausgestattet ist die Aussichtsanlage mit einem Dach zum Schutz vor Regen und gegebenenfalls auch vor zuviel Sonne. Zwei Bänke und ein Tisch laden zum Verweilen ein.


Gunter Hägele
Stv. Vorsitzender




Bildergalerie

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Standort

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