Wanderweg vom Schloß zum Schlößle


Wanderweg vom Neuen Schloss zum Bärenschlössle
Weglänge 18 km - abschnittsweise gehbar - Rückweg 6 km
Anlage und Markierung 1993 - 1994
Der Weg folgt dem Grünen U mit Verlängerung in Stadtwälder


Bei der Internationalen Gartenschau Stuttgart 1993 war ein zentrales Thema das Grüne U, das in Teilen bei den früheren Gartenschauen gestaltet wurde, nun aber zum Grünen U vom Neuen Schloss, durch die Anlagen und den Rosensteinpark, das Leibfriedsche Gelände und Wartberg zum Killesberg vollendet werden sollte.

In den ersten Konzepten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ging das Grüne U sogar bis zum Kräherwald. Daher beschloss der Verschönerungsverein im Jahr 1993 einen Weg durch das Grüne U und weiter durch den Kräherwald. Feuerbacher Tal, Bauschwald, Schwarzwildpark, Rotwildpark zum Bärenschlössle und zurück über Bürgerwald, Hasenberg, Karlshöhe zur Innenstadt zu bezeichnen.

Auf diesem 18 km langen Weg vom Neuen Schloss zum Bärenschlössle sieht und erlebt man vieles und eigentlich fast alles, was es an Grün- und Vegetationsbildern und Strukturen aus der langen Geschichte der Gartenkultur, Landschaftsgestaltung und Waldbewirtschaftung gibt und wie sich diese mit der Stadt- und Industrielandschaft vermischt haben.

Und ganz wichtig für Stuttgart ist dabei, dass diese Garten- und Parkstrukturen ganz nahtlos in den Wald übergehen. Ein Wert, der noch längst nicht allen Stuttgartern bewusst ist (so Prof. Hans Luz, einer der Väter des Grünen U).

Verlauf des Weges:

Auf der Nordseite des Neuen Schlosses beginnt der Weg. Man lässt den Landtag und die Stadttheater rechts liegen, überquert die Schillerstrasse auf dem Fußgängersteg und gelangt in die mittleren Anlagen. Bei einigermaßen schönem Wetter kann man im Biergarten eine Vesperpause einlegen. Wir gehen aber weiter und bewundern die Ruine des Lusthauses aus der Renaissancezeit. Über einen weiteren Fußgängersteg kommen wir in die unteren Anlagen. Inzwischen sind wir aus den intensiv gepflegten innerstädtischen Grünflächen in ein extensiveres Grün aus Wiesenflächen und alten Bäumen gelangt. Ein Kinderspielplatz und ein Grillplatz laden zur Nutzung ein. Wir orientieren uns nach links und treffen auf die Quellnymphengruppe, die bei der Bundesgartenschau 1977 vom Verschönerungsverein Stuttgart der Stadt gestiftet wurde.

Nun steigen wir auf die Höhe des Rosensteinparkes und betreten diesen durch die beiden Torhäuser. Vorbei am Schloss Rosenstein und der Wilhelma durchqueren wir den reizvollen englischen Park in Richtung Löwentor. Dort überqueren wir auf dem Lodzer Steg die Nordbahnhofstrasse und gelangen durch das Gate of Hope in den Leibfriedschen Garten. Über den Brünner Steg un den Bombay Steg betreten wir das Wartberggelände. Mit etwas Glück kommt man zu einer Zeit, wenn die Wasserspiele angestellt sind. Jetzt geht es steil hinauf durch die Wartbergklinge und oben betreten wir durch eine breite Unterführung den Killesbergpark. Wir orientieren uns nach links zur U-Bahnhaltestelle.

Bis hierher gingen wir 7,5 km. Wir können hier unseren Spaziergang beenden und später weitergehen oder aber gleich die 10,5 km zum Bärenschlössle in Angriff nehmen.

Wir überqueren die Hermann-Pleuer-Strasse, nutzen den Fußweg hinter dem Lärmschutzwall an der Strasse am Kochenhof bis zum Feuerbacher Weg und von dort aus sehen wir schon halb links den Eingang zum Kräherwald.

Durch den Kräherwald, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Eichenschälwald bewirtschaftet wurde, kommen wir zum Steg über den Feuerbach, der vom Verschönerungsverein gespendet wurde und überqueren das sehr reizvolle Feuerbachtal.

Wir gelangen in den Talwald, überqueren die Reste einer ehemaligen Militärschießbahn, gehen am Heukopf vorbei, einen locker bewaldeten Sandsteinhügel mit interessanter, Trockenheit-liebender Flora, und treffen bei der Stroheiche, die allerdings vor Jahren geborsten, durch eine neue Eiche ersetzt wurde, auf die alte Römerstrasse, das Steinsträssle. Auf diesem Strässle wandern wir bis zum Forsthaus Solitude am Oberen Kirchhaldenweg am Eingang zum Schwarzwildpark. Nach einem guten Kilometer sehen wir das Schwarzwildgehege und den Saupavillion. Nun unterqueren wir die Wildparkstrasse und betreten den Rotwildpark. Entlang von alten Buchen und Eichen kommen wir zum Rotwildgehege mit Glemspavillon am Glemsbrunnen und auf dem Königsweg vorbei an Waldwiese und Wezeleiche erreichen wir das Bärenschlössle.

Der Rückweg ist kürzer: zur Bushaltestelle Schattengrund ist es nur 1 km weit, zur S-Bahnstation Universität sind es 3 km. Schön ist aber auch der 7 km lange Rückweg durch den Rotwildpark auf der Schlösslesallee Richtung Schattenring, den wir rechts liegen lassen, die Wildparkstrasse unterquerenund dann auf der Bürgerallee durch den Bürgerwald zum Hasenberg gehen. Auf der Hasenbergsteige genießen wir die schöne Aussicht auch die Stadt und den Skulpturenpark von O. H. Hajek. Zum Schluss besteigen wir die Karlshöhe, die zu einem größeren Teil Eigentum des Verschönerungsvereins ist.

Über die genaue Wegführung kann man sich in der Wanderkarte des Verschönerungsvereins Stuttgarter Rundwanderweg und vom Schloss zum Schlössle informieren


Fritz Oechßler
Ehrenmitglied



Bildergalerie

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Bildergalerie

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Standort

Hier sehen Sie einen Übersichtsplan zum Schlößleweg.

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