Kapf-Aussichtsanlage Uhlbach


Aussichtsplatte – 422 m über NN – aus der Zeit der ersten Rebflurbereinigung in Uhlbach 1966 bis 1970. Gestaltung durch Verein nach Vorschlägen des damaligen Gartenbauamts. Kostenbeitrag des Vereins 25.000 DM.


Erreichbar ist die ca. 422 m hoch gelegene Aussichtsanlage am besten über den landschaftlich reizvollen und nur geringe Steigungen aufweisenden Wanderweg zwischen der Egelseer Heide und den Sieben Linden. Von der Egelseer Heide bzw. dem Parkplatz am Ende der Stettener Straße (Stuttgart-Rotenberg) kommend, verlässt man nach ca. 800 m den Wanderweg und biegt auf einen oberhalb der Rebflächen des Götzenbergs verlaufenden Wirtschaftsweg in Richtung Westen ab. Nach wenigen Minuten erreicht man die Aussichtsanlage Kapf. Selbstverständlich ist die Anlage auch auf anderen Wegen erreichbar, z.B. von Uhlbach aus hangaufwärts durch die Weinberge.

Der Kapf ist ein markant in den Uhlbacher Talkessel vorspringender Ausläufer des Götzenbergs. Der exponierte Punkt erlaubt Aussichten nicht nur auf die Weinberg- und Obstgartenlandschaft um Uhlbach, Rotenberg und auf den Württemberg mit seiner weithin sichtbaren Grabkapelle, sondern auch auf andere Ziele.

So erblickt man durch den zum Neckar hin ausgerichteten Taleinschnitt des Uhlbachs den Ortsteil Obertürkheim mit der exponiert am Hang liegenden Petruskirche und einen Ausschnitt der mit Industrie und Gewerbe dicht überbauten ehemaligen Neckaraue. Jenseits des Neckartals sind Hedelfingen und die den Ort flankierenden Höhenzüge des Steinprügels und der Wangener Höhe, weit im Hintergrund u.a. Sillenbuch sowie der Fernsehturm und der Fernmeldeturm zu erkennen.

Nach Westen hin eröffnet sich der Blick auf die Bucht des Stuttgarter Ostens, begrenzt durch den Höhenzug Gänsheide/Uhlandshöhe. Dahinter werden Teile der Halbhöhenlage der Stadtbezirke Stuttgart-Nord und Stuttgart-West sichtbar. Auch die Silhouette des Birkenkopfes ist noch zu sehen. In der Ferne erkennt man bei günstiger Wetterlage in südöstlicher Blickrichtung den eindrucksvollen Stufenrand der Schwäbischen Alb.

Die Aussichtsanlage mit ihrem Schutzdach und den Bänken und Tischen ist ein beliebter Rastplatz für Wanderer und Spaziergänger. Die zur Gestaltung des Platzes verwendeten Natursteinmauern erinnern an die historische Weinberglandschaft vor der Flurbereinigung. Bemerkenswert ist ein mit Stubensandsteinen wieder aufgesetzter Trockenmauerabschnitt, der nicht nur eine ästhetische Bereicherung, sondern auch einen besonderen Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen und Tiere darstellt.


Gunter Hägele
Stv. Vorsitzender


Bildergalerie

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